Freitag, 29. Dezember 2017

„Das Leben ist ein großes Fest, wenn sich's nicht berechnen lässt“ (J. W. v. Goethe)

Auftaktveranstaltung der Workshopreihe für geflüchtete Frauen und ihre Kinder in Nürnberg

Vom 27.-28.12.2017 begann unsere Reihe an Kursen für geflüchtete Frauen und ihre Kinder in Nürnberg. Ein Kooperationsprojekt zusammen mit dem Traumahilfezentrum Nürnberg (THZN) und Integrationszentrum „First Steps“ der Johanniter.
Idee ist hier die Stabilisierung der Mütter und Frauen der geflohenen Familien durch einen mehrteiligen Workshop in Clownerie und einfachen Zirkuskünsten und so gemeinsam ins Tun zu kommen, einander zu begegnen, gemeinsam zu lachen und das neue Integrationszentrum bekannt zu machen.
Am ersten Kurstag hatten sich die Workshop Leiterinnen Susie Wimmer, Katrin Rohlfs, Sonja Ertl und Mia Rohrbach im Integrationszentrum getroffen. Moni Single übernahm die Organisation und wurde hierbei von Jenny Kwapis unterstützt. Voller Spannung und Neugier warteten wir also auf den Start des Projektes, aber es passierte erstmal NICHTS. Keine Teilnehmerin erschien zum Kursbeginn. Ratlosigkeit: Woran mag es liegen? Was können wir jetzt tun? Was können wir ändern?
Tja – gestolpert…aber das bringt uns (zumindest nicht für lange) aus dem Konzept. So begannen wir erst einmal mit einer gemeinsamen Einheit zusammen mit den Unterstützerinnen Marion Nagengast-Schneider und Julia Krieg vom THZN. In dieser Zeit klemmten sich Moni und Jenny hinters Telefon. Wir feilten an unserem Plan B: Einrichtungen besuchen und für die weiteren Workshoptage werben.
Spontan und unbürokratisch empfing uns eine große Einrichtung in Nürnberg die ca. 150 geflüchtete Menschen beherbergt. Die Mundpropaganda und die Musik mit der wir auf den Stockwerken auf uns aufmerksam machten, wirkten überraschend gut und so fanden wir uns mit 40 Zuschauenden in einem klitzekleinen Mehrzweckraum wieder. Andreas Schock, Moni und Susie spielten das Iran Stück. Sowohl die kleinen als auch die großen Bewohner waren begeistert.

Hinterher war die Freude groß als sie in einem offenen Workshop mit Sonja und Mia verschiedene Zirkuskünste ausprobieren konnten. So wurde der Innenhof der Unterkunft zum „Workshopraum“ und sowohl Kinder, Erwachsene und die drei Clowns waren mit Eifer dabei.
Bei der gemeinsamen Reflexion am Abend war der Tenor – wir schauen was auf uns zukommt und reagieren spontan. So konstruierten wir Pläne für die verschiedenen Szenarien des nächsten Tages und gingen – froh über die gute Wendung des Tages, die strahlenden Gesichter in der Einrichtung und die schönen Begegnungen – motiviert in den zweiten Tag.
Am nächsten Morgen erschienen eine Teilnehmerin und zwei Kinder. Also begann der Kurs und Juli Schramm kam statt Katrin als Unterstützung ins Team. Am Vormittag wurde viel zusammen gelacht und die Kinder strahlten – denn so ungestört konnten sie wohl selten so viele spannende Sachen testen.
Die Mutter musste allerdings mittags wieder los. Sie hat fest vor zum nächsten Kurs zu kommen und bei ihren Freundinnen Werbung zu machen.
Wir beschlossen wieder zu Plan B zu wechseln. Eine Einrichtung der Johanniter hatte uns am Vortag diese Option schon zugesagt und Luisa Zwingel vom engagierten Sozialdienst vor Ort informierte die Frauen und Kinder über unser Kommen.
Als Ferienprogramm waren wir sehr willkommen und es waren wirklich alle Mütter mit ihren Kindern gekommen. Vom gestrigen Tag hatten wir mitgenommen, dass es toll war – dass das Zirkusmaterial in der Show vorkam, das anschließend im Workshop verwendet wurde. So improvisierten Susie und Juli als „Schnipp und Schnapp“ eine Show mit Drehtellern, Jongliertüchern und Schwungbändern.
Im Anschluss übernahmen Sonja und Mia wieder eine kurze offene Workhopeinheit bei der die Clowns Schnipp und Schnapp zusammen mit den Kindern und Frauen lernten. Eine schöne Atmosphäre entstand und wir bewarben unser Projekt das sich als Nachmittagseinheiten noch durch den ganzen Januar ziehen wird und am 31.01 und 01.02.2018 nochmal mit zwei intensiven Tagen enden wird. 



Jean Paul sagte einmal: „Gegen das Fehlschlagen eines Planes gibt es keinen besseren Trost, als auf der Stelle einen neuen zu machen.“
So schlossen wir nochmals eine Planungsrunde an. Viele Erkenntnisse haben wir gewonnen und neue Pläne geschmiedet. Mal sehen ob sie dieses Mal so durchgeführt werden wie unsere Hirne das entwickelt haben – oder ob es neue herrlich spontane und unerwartete Momente voller Lachen werden. Egal…wir freuen uns auf alles Mögliche und Unmögliche das da kommen mag.
Für das Team
Herzlich Eure Mia

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